Vision 2050 der Landräte – Die Vision der S11 bis Tegernsee – dabei ist doch noch gar nicht der 1. April

Immerhin eine Vision: S-Bahn bis weit ins Oberland - Von München bis nach Tegernsee
Bisher nur ein Traum: Die S11 Richtung Tegernsee.

VON MÜNCHEN BIS NACH TEGERNSEE

Immerhin eine Vision: S-Bahn bis weit ins Oberland

München – S-Bahnen sind momentan vor allem für den Landkreis-Norden ein Thema. Langfristig könnte sich dies aber ändern. Jedenfalls wenn die Visionen der Verbundlandkreise im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) Wirklichkeit werden. Diese haben nur ein Positionsapapier an Bayern Innenminister Joachim Herrmann übergeben. Darin enthalten: Die Forderung, das S-Bahn-System über den bisherigen MVV-Raum hinaus zu entwickeln. Als „relevante S-Bahn-Destination“ namentlich genannt ist auch das Oberland mit den Endhaltestellen Tegernsee, Bayrischzell und Lenggries, die aktuell bekanntlich von der Bayerischen Oberlandbahn bedient werden. Die sogenannten Express-S-Bahnen würden nur in größeren Orten halten.

 

Freilich: bis eine solche Vision Wirklichkeit wird, dürften Jahrzehnte vergehen. Die Verbundlandkreise bezeichnen ihre Ideen auch als „Vision 2050“, auch wenn sie ein Stufenkonzept zum Infrastrukturausbau vorschlagen, etwa Zwischenschritte bis 2030 und 2040.

Der Vorschlag einer S-Bahn ins Oberland könnte die Bemühungen der Kreispolitik befeuern, eine Elektrifizierung des Bahnverkehrs südlich von Holzkirchen zu erreichen. Die S-Bahn fährt nun einmal ausschließlich mit Strom. Oberleitungen sind dazu nicht zwingend notwendig. Wie berichtet werden alternative Antriebsmöglichkeiten wie Brennstoffzelle und Akku-Lösungen in. oder außerhalb (E-Tender) der Triebwagen untersucht. Ein solches System könnte wohl auch für Express-S-Bahnen in Frage kommen.

 Für die Zukunft der heutigen BOB-Strecken ist der nicht-fossile Antrieb vor allem interessant, weil die Züge aus dem Oberland nur dann auf die Münchner Stammstrecke(n) fahren dürfen, was eine bessere Anbindung an die Innenstadt bedeuten würde.

In Spiel gebracht haben die Landkreisvertreter auch eine Anbindung des Oberland-Regionalverkehr an München über die S-7-Strecke (Kreuzstraße Valley) sowie die Schließung von Taktlücken – vor allem in der Nacht zwischen circa 1 und 5 Uhr.

Für den Landkreis steht allerdings zunächst einmal eine Verbesserung des BOB-Angebots im Vordergrund. Der Vertrag von Transdev (Ex-Veolia) zum Betrieb der Strecken im Oberland endet 2024. Wie das Verkehrsangebot danach aussieht (30-Minuten-Takt bis Bayrischzell, Elektrifizierung etc.) entscheidet sich derweil im Vorfeld der Ausschreibung, also in den nächsten Jahren.

Daniel Krehl

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Wie schnell ist schnell ?

Holzkirchen stellt Bürgern Mobilitätskonzept vor

Schnelle Lösung gegen den Verkehr

Der Masterplan für Holzkirchen steht: Am kommenden Mittwoch wird den Bürgern das neue Orts- und Mobilitätskonzept vorgestellt. Die Verantwortlichen wollen dabei mit Sofortmaßnahmen punkten.

Im Januar wurde das Konzept schon dem Gemeinderat übergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzkirchens Ortskern erstickt im Verkehr, die heimischen Läden klagen über Kundenschwund: Schon lange sind die Probleme in Holzkirchen bekannt. Doch erst jetzt gibt es einen Masterplan um den verschiedenen Interessen gerecht zu werden.

Seit dem Sommer 2014 arbeiten Gemeinde und die Planungsbüros Skorka und Kaulen an einem geeigneten Orts- und Mobilitätskonzept für Holzkirchen. Mit ihm sollen die Probleme im Ort endlich angepackt werden. Jetzt ist es endlich fertig.

Verantwortliche setzen auf Sofortmaßnahmen

Im Januar wurde das Konzept bereits dem Gemeinderat übergeben, jetzt sollen auch die Bürger informiert werden. Am Mittwoch den 29. März um 19 Uhr stellen die Experten Kaulen und Skorka ihre Studie im Kultur im Oberbräu vor. Interessierte können die detaillierte Studie aber auch schon im Voraus auf der Gemeindewebseite lesen.

Ein besonders interessanter Punkt werden insbesondere die Sofortmaßnahmen sein, welche die Expertenbüros für Holzkirchen erarbeitet haben und die am Mittwoch bekanntgegeben werden sollen. Durch sie versprechen sich die Verantwortlichen eine spürbare und vor allem schnelle Verkehrsentlastung für den Ortskern.

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Parken ist teurer geworden – ist das ein Ergebnis des Mobilitätskonzeptes ?

Parkgebühren am Holzkirchner Bahnhof

Mehr Zahlen, bitte!

Vor eineinhalb Jahren begann auf dem Bahnhofsparkplatz in Holzkirchen eine neue Zeitrechnung. Gebühren sowie eigene Flächen für Dauerparker wurden eingeführt. Seit Ende des Jahres sind die Preise gestiegen. Und der Betreiber hat noch einiges vor.

Parken am Holzkirchner Bahnhof ist nicht immer einfach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das zeitweilige Parkplatzchaos am Bahnhof in Holzkirchen war seit Jahren bekannt. Ab September 2015 wurde das Problem dann von Gemeinde und Bahn in Angriff genommen. Zunächst wollte man mittels Parkgebühren den Andrang drosseln. Ein Tagesticket kostete dabei 1 Euro, für das Monatsticket wurden zu Beginn 19 Euro verlangt. Allerdings war es nicht sicher, dass alle Inhaber eines Monatstickets auch wirklich einen Parkplatz bekommen.

Da die Maßnahmen zuerst nicht den gewünschten Erfolg brachten, wurde nachgebessert. Anfang letzten Jahres hat die Bahn auf dem Parkplatz neue Regeln eingeführt. Für die Inhaber eines Monatstickets wurden Dauerparkbereiche eingeführt. Außerdem wurden Kurzeitparkbereiche mit Parkscheinen bis zu 14 Tagen eingeführt und insgesamt 55 neue Stellplätze geschaffen.

Höhere Preise

Anfang Dezember wurden dann zusätzlich die Preise fürs Parken erhöht. Anstatt wie zum Start 1 Euro kostet das Tagesticket seither 1,20 Euro. Der Preis für die Monatskarte stieg auf 22 Euro. Ohne Bahnfahrkarte müssen Autofahrer das doppelte – nämlich 44 Euro – berappen. Für den Betreiber, die teilweise zur Deutschen Bahn gehörende DB-BahnPark, ist die Anpassung nur logisch. Die Betriebskosten seien ebenfalls gestiegen, erklärt das Unternehmen. Doch damit soll erstmal Schluss sein. Weitere Erhöhungen seien nicht geplant.

425 Plätze gibt es mittlerweile am und um den Holzkirchner Bahnhof herum. Und die sind, trotz Steigerung um 45 Stellplätze und der jüngsten Preiserhöhung weiterhin sehr gut belegt. Die Nachfrage sei überraschend hoch, heißt es von Seiten des Betreibers. Für viele Pendler ist die Monatskarte ein bezahlbarer Zusatz. Die bisher 19, jetzt 22 Euro lässt sich verschmerzen. Schwerer wiegt das, vor allem am Morgen, knappe Parkplatzangebot.

Neues Parkhaus am Ladehof?

Doch dabei soll es nicht bleiben. Wie berichtet plant die Gemeinde an der Bahnhofsfläche eine Mobilitätsdrehscheibe für verschiedene Verkehrsformen. Dabei soll es sich um ein Gesamtkonzept, weit über den Bahnhof hinaus handeln, wie Bürgermeister Olaf von Löwis erklärte. „Es wird alles aufeinander abgestimmt und verzahnt“, so von Löwis.

Der Bahnhof ist dabei ein Baustein in der Gesamtentwicklung, der allerdings auch ein Teil der Parkplätze am Vorplatz zum Opfer fallen sollen. Sozusagen als Ersatz und Erweiterung ist ein Parkhaus auf der Seite des Ladehofs angedacht. Für die DB-Bahnpark eine sinnvolle Erweiterung. Das Interesse das neue Parkhaus zu betreiben sei da. Für den Bau dürfte sich bestimmt ein Investor finden.

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Pressebericht Holzkirchner Stimme vom 23.02.2017

Gemeinsam gegen die Hundehaufen

Kleine braune Haufen wohin das Auge reicht. Da ärgern sich sogar Hundebesitzer. Gefühlt wurde den ganzen Winter kein Hundehaufen ordnungsgemäß aufgehoben. „Hartpenning muckt auf“ hat jetzt reagiert.

Hartpenning muckt auf hat sich gleich zu Beginn der Saison für saubere Wege eingesetzt / Quelle: Karsten Hense

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Schneeschmelze der vergangenen Tage wird es besonders deutlich: Viele Hundehalter scheinen es mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht ganz so genau zu nehmen. An vielen Wegen reiht sich ein Hundehaufen an den nächsten.

„Gerade als der Schnee geschmolzen ist, ist uns aufgefallen das viele der Hundebesitzer den Hundekot einfach liegen lassen – oder aber die vollen Beutel auf den Feldern entsorgen. Mit den neuen Mülleimern an sinnvollen Stellen entlang der Spazierwege, möchten wir diesem Missstand entgegenwirken“ so Karsten Hense von „Hartpenning muckt auf“, selbst Hundebesitzer.

Zwei neue Eimer für Hartpenning

Die Vereinigung engagierter Bürger hat sich heuer gleich zu Beginn des Frühjahrs für neue Beutelspender und Mülleimer an verschiedenen Stellen in Großhartpenning eingesetzt. Bisher standen solche auf den Spazierwegen immer nur an den „Eingängen“ zu den Feldern.

Jetzt wurden durch die Marktgemeinde Holzkirchen zwei weitere Mülleimer entlang der Spazierwege aufgestellt. Rund 200 Euro seien dafür investiert worden, erklärt Ewgenia Boger von der Gemeindeverwaltung. So müssen Herrchen und Frauchen jetzt den aufgesammelten Hundekot nicht mehr scheinbar endlos schleppen oder mitsamt dem Beutel in die Wiesen werfen. Hense appelliert:

Wir möchten die Hundebesitzer bitten die Mülleimer auch zu nutzen – gerade im Frühling wenn die Landwirte die Felder und Wiesen wieder bewirtschaften ist es besonders wichtig, dass kein Hundekot liegen bleibt.

Der Verein hofft damit ein wenig mehr Sauberkeit um Großhartpenning schaffen zu können. Im großen und ganzen ist die Gemeinde aber aktuell recht zufrieden mit der Entwicklung. „Es gibt gelegentlich Beschwerden, diese sind aber nicht gravierend“, so Boger.

40 Tütenspender sind derzeit im gesamten Holzkirchner Raum aufgestellt. Boger erklärt jedoch, das keine weiteren Maßnahmen geplant sind. „Die Aufstellung von Müllereimer wird wegen dem Pflegeaufwand bzw. Vandalismus restriktiv behandelt.“

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Weitere Mülleimer für Herrchen und Frauchen…

Auf Initiative von Hartpenning muckt auf e.V. wurden in dieser Woche von der Marktgemeinde Holzkirchen weitere Mülleimer und Hundekotbeutelspender auf den Feldern um Hartpenning aufgestellt. Wir plädieren damit an die Vernunft der Hundebesitzer und hoffen darauf das künftig nicht mehr so viel Hundehaufen und volle Kotbeutel auf den Wiesen, Feldern und im Wald liegen. Bisher standen leider auf den Spazierwegen die Beutelspender und Mülleimer immer nur an den „Eingängen“ zu den Feldern. Jetzt wurden durch die Marktgemeinde Holzkirchen auch Mülleimer entlang der Spazierwege aufgestellt. So müssen Herrchen und Frauchen jetzt den aufgesammelten Hundekot nicht mehr scheinbar endlos schleppen oder mitsamt dem Beutel in die Wiesen werfen“.

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Der Schnee schmilzt – die Hinterlassenschaften bleiben…

Wer in den vergangenen Tagen über die Felder in und um Hartpenning läuft dem sind sicherlich die zahlreichen Hinterlassenschaften der Hunde aufgefallen. Ebenso die zahlreichen Hundekotbeutel – anscheinend gibt es Hundebesitzer die zwar den Kot aufsammeln und dann aber mitsamt des Beutels in der Landschaft entsorgen. Wer mit offenen Augen mit seinem Hund unterwegs ist, dem ist sicherlich aufgefallen das die Mülleimer nur an den Stellen sind an denen diese eigentlich gar nicht benötigt werden. Auf Initiative von Hartpenning muckt auf e.V. werden nun weitere Mülleimer und Beutelspender aufgestellt. Liebe Hundebesitzer – diese Mülleimer sind dann dafür da dass diese auch benutzt werden. Danke an die Gemeinde Holzkirchen für die Aufstellung weitere Müllbeutel.

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Das Aus für den Freizeitpark in Kleinhartpenning – Bericht Holzkirchner Stimme vom 08.02.2017

Gemeinde spricht sich gegen Pläne in Hartpenning aus

Endgültiges Aus für Pferdepark?

Im vergangenen Sommer eröffnete der Pferdepark Oberland in Kleinhartpenning. Doch der Widerstand der Bürger und Behörden war groß – es folgte die Schließung. Gestern unternahm der Betreiber einen neuen Anlauf – mit wenig Erfolg.

Viel Hin- und Her gab es um den Pferdepark Hartpenning – Jetzt scheint das Ende besiegelt / Archivbild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit August vergangenen Jahres ist es ruhiger geworden, um den neu eröffneten Pferdepark in Hartpenning. Der Hof habe zwar noch ganz normal geöffnet – den Pferdepark aber habe er schließen müssen, bestätigt Betreiber Egon Kaiser im Herbst letzten Jahres. Grund dafür waren nicht erfüllte Auflagen des Landratsamts.

Erst Ende Juli hatte Kaiser seinen Traum von einer Art Freizeitpark für pferdenarrische Kinder erfüllt. Doch er scheint sich auch weiterhin nicht an die Abmachungen gehalten zu haben. Schon vor der Eröffnung hatte er mit vehementem Widerstand aus dem Ort zu kämpfen. Die Nachbarn hatten Angst vor zu viel Durchfahrtsverkehr und Ausflüglern.

Zahlreiche Rückbauten nötig

Für das Landratsamt war schnell klar – wenn Kaiser die Auflagen nicht innerhalb der nächsten Wochen erfüllt, droht Bußgeld oder die Schließung. Auflagen waren unter anderem die Reduzierung von Hinweisschildern, der Rückbau des Parkplatzes und die Entfernung des Wohnwagens, sobald das Betriebsleiterhaus fertiggestellt ist.

Unter anderem der Parkplatz vor dem Pferdepark sorgt für Ärger. Auch hier wurden die Auflagen vom Landratsamt nicht erfüllt – ein erneuter Antrag wurde gestern abgelehnt

Außerdem ist der Spielplatz im Osten des Geländes nicht zulässig, Kutschfahrten dürfen nur im Rahmen des Lehrbetriebs angeboten werden und auch der Streichelzoo darf kein offizielles Angebot des Pferdeparks sein.

Mittlerweile ist Kaiser wieder aktiv geworden. In der gestrigen Bauausschusssitzung wurde ein neuer Antrag für den Neubau eines Parkplatzes mit 28 Stellplätzen, eines Spiel- und Lernplatzes und eines Fallkissens beantragt. Doch auch diesmal hatte er kein Glück. Wie der Leiter des Bauamts Josef Walser erklärt, wird das Projekt so nicht zustande kommen. Der Bauausschuss habe Bedenken, dass sich die Maßnahmen nicht in die Umgebung einfügen. Walser weiter:

In gemeindlichen Einvernehmen wurde der Antrag nicht befürwortet.

Der Bauantrag werde jetzt an das Landratsamt weitergegeben. Sollte die Fachbehörde den Antrag anders beurteilen, wird die Gemeinde nachträglich ihr Einverständnis erteilen müssen. Somit muss sich Kaiser wie aussieht weiterhin mit dem normalen Pferdebetrieb zufrieden geben.

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Sofortmaßnahmen für Hartpenning – Presseartikel vom 01.02.2017 Holzkirchner Merkur

Herr von Löwis wir nehmen Sie beim Wort: “Heuer sollen Sofortmaßnahmen starten. Für Löwis gehört dazu die Verkehrsberuhigung an Münchner Straße sowie in Großhartpenning.”

 

Der Knotenpunkt Münchner- Tölzer Straße ist stark belastet. 

ORTS-UND MOBILIÄTSKONZEPT VORGESTELLT

Weichenstellung für die Zukunft Holzkirchens

 

Das Orts- und Mobilitätskonzept wurde jetzt im Gemeinderat vorgestellt. Es dient der Gemeinde künftig als Leitfaden bei Planungen. Doch jetzt geht die Arbeit erst so richtig los.

Holzkirchen – Für die Gemeinde ist es ein wichtiger Moment, eine Weichenstellung für die Zukunft. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) macht ein andächtiges Gesicht: „Nach zwei Jahren intensiver und engagierter Arbeit sind die beiden Konzepte fertig gestellt.“ Und: „Es liest sich gar nicht so schlecht“, scherzt er. Ziel sei, die Verkehrs-Belastung in Holzkirchen zu minimieren, und für kommende Generationen den Ort zu gestalten.

 

Ortsentwicklerin Manuela Skorka und Verkehrsplaner Ralf Kaulen übergaben nun in der Gemeinderatssitzung ihre Konzepte. Der jetzige Beschluss – der einstimmig ausfiel – gebe eine grobe Zielrichtung vor, als Leitfaden für künftige Entwicklungen, erklärte Löwis. „Einzelmaßnahmen werden heute nicht beschlossen.“ Auszugsweise stellten die Fachleute ihrer Expertisen vor.

Wohnraum für alle

Skorka griff einige Themen heraus, unter anderem den Wohnraum. Über 70 Prozent der Wohngebäude in Holzkirchen seien Einfamilienhäuser. Durch eine veränderte Bevölkerungsstruktur – mehr Ältere – würden zunehmend kleinere, barrierefreie Wohnungen gebraucht. „Hier besteht Anpassungsbedarf.“ Die Gemeinde könne mit kommunalem Wohnungsbau gegensteuern oder auf Privateigentümer zugehen, damit Baulücken gefüllt, Häuser zur mehreren Einheiten umgebaut werden.

Mobilität

Ziel ist nach Ansicht der Experten eine veränderte Mobilität. Die Leute sollen verstärkt aufs Auto verzichten und andere Verkehrsmittel nutzen. Bislang ist die Belastung durch Kfz-Verkehr in Holzkirchen hoch – an den Hauptachsen sind es laut Kaulen im Schnitt über 10 000 Fahrzeuge pro Tag. Besonders der Knotenpunkt Münchner-/Tölzer Straße sei belastet. Da 80 Prozent hausgemachter Verkehr sei, könne eine Reduzierung gelingen. Einen Umweltverbund aus Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr wie Bus und Bahn möchte Kaulen fördern, attraktive Strukturen seien zu schaffen. „Es macht bislang nur bedingt Spaß, in Holzkirchen zu Fuß zu gehen.“ Auch auf manche Parkplätze könne man verzichten. Der Verkehr müsse gemeindefreundlich geführt werden, es gelte andere Akteure zu beteiligen, weil die Gemeinde nicht für alle Bereiche zuständig ist. Das spielt bei einem Projekt eine Rolle, das für Löwis der Schlüssel für viele andere ist: Die Ortsdurchfahrt (Münchner Straße) soll zur Gemeindestraße abgestuft werden. Zum Tausch soll die Nordspange zur Staatsstraße werden. Damit verspricht sich die Gemeinde mehr Handlungsspielraum für Verkehrsberuhigung (wir berichteten).

Eine Verkehrsberuhigung dient Skorka zufolge dazu, die Aufenthaltsqualität etwa an Marktplatz und Herdergarten zu verbessern, oder die historischen Straßenzüge aufzuwerten. Ein gestärkter Einzelhandel oder ein attraktiveres Marktwesen – zum Beispiel durch Überdachungen – könnten den Ort beleben. Auch der Bahnhof ist zentral, nicht nur, um das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen. Skorka nannte ihn „wenig einladend“. Die Bahn plant bekanntlich eine Umgestaltung des Areals. Mit Kino, Club oder Hotel könne man das Areal aufhübschen.

Freiräume

Im Haupotort Holzkirchen gibt es laut Skorka wenig frei nutzbare Grünflächen. Von hoher Qualität sei dafür die freie Landschaft in der Umgebung. Diese Bereiche gelte es besser zu verzahnen.

Sport

„Es ist ein vielfältiges Sport-Angebot vorhanden“, sagte Skorka. Zur Erweiterung der Sportstätten fokussiere man statt eines zentralen Sportzentrums eine Clusterbildung. Mögliche Standorte sind laut Löwis das Moarhölzl und der nördliche Ortsrand, wo es keine Immissionskonflikte mit Anwohnern gibt.

Umsetzung

Die Experten haben alles erledigt, jetzt ist die Gemeinde dran. „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“, sagte Löwis. Die Verwaltung soll nun aus den Anhaltspunkten einen Maßnahmenplan erarbeiten – samt Prioritätenliste sowie Finanz- sowie Zeitplan. Bei einem Infoabend am 29. März im Oberbräu-Festsaal erfahren Bürger Einzelheiten. Über einzelne Maßnahmen, die Skorka und Kaulen vorschlagen, entscheidet der Gemeinderat nach und nach. Heuer sollen Sofortmaßnahmen starten. Für Löwis gehört dazu die Verkehrsberuhigung an Münchner Straße sowie in Großhartpenning. Auch der empfohlene Durchstich vom Gewerbegebiet-Ost zur Rosenheimerstraße gefällt ihm. Priorität haben für ihn die Umgestaltung des Bahnhofs, die Entwicklung der Sportstätten sowie der Wohnraum. Die Fraktionssprecher äußerten sich positiv zum Konzept. „Für mich ist das ein Schritt in eine richtige Richtung“, meinte Elisabeth Dasch (SPD). Man habe im Gespräch mit anderen Akteuren nun Argumente an der Hand, fand Christoph Schmid (CSU). Das Ergebnis könne sich sehen lassen“, meinte Robert Wiechmann (Grüne). Birgit Eibl war gespannt, was im Detail drin stehe. Das Werk begleite die Gemeinde bei allen Planungen, sagte Löwis zum Schluss.

Die Expertisen

sollen in Kürze auf der Gemeindehomepage stehen unter: www.holzkirchen.de

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Der Wahnsinn geht weiter – Pressebericht Tölzer Kurier vom 27.01.2017

 
Wenn alle Szenarien so kommen dann wird in Hartpenning von 2 Umfahrungen künftig der Verkehr noch schneller und leichter zugeführt. Das bedeutet noch mehr Verkehr und vermutlich viel mehr Stau durch Hartpenning. Wir werden von Umgehungsstraßen und schnelleren Verbindungen eingekesselt und im Ort wird nichts unternommen. 
 
Zukunftsvision: So könnte die Tölzer Nordspange einmal aus der Vogelperspektive aussehen. Das Bild zeigt den geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung zur B13 nahe der Firma Sitec.

STAATLICHES BAUAMT PLANT UM

Nordspange: Veränderung und Verzögerung

 

Das Staatliche Bauamt passt seine Planungen für die Tölzer Nordspange an. Die Gemeinde Gaißach hat sich mit ihrem Wunsch nach einer Einfädelspur durchgesetzt. Ein Baubeginn für die Umgehungsstraße wäre 2019 denkbar – theoretisch.

Bad Tölz/Gaißach/Greiling– Das Staatliche Bauamt geht noch mal ran an die Pläne für die Tölzer Nordspange. Die Weilheimer Behörde bessert in einigen Details nach und geht damit unter anderem auf Wünsche der Stadt Bad Tölz und der Gemeinde Gaißach ein. Das bedeutet aber auch, dass es etwas länger dauert, bis gebaut werden kann.

 

Christine Volkmer, Abteilungsleiterin im Staatlichen Bauamt, geht davon aus, dass bestenfalls Ende 2017, eher Anfang 2018, die Baugenehmigung vorliegen könnte. „Frühestens 2019 könnte dann gebaut werden“, sagt Volkmer – „aber nur, wenn alles superschnell geht und niemand klagt“.

„Aktuell sind wir dabei, Tekturunterlagen zu erstellen“, erklärt Volkmer auf die Frage nach dem Sachstand. Tektur, das bedeutet, dass die Baubehörde noch einmal Planungen einreichen wird, die sich gegenüber dem Erörterungstermin im Oktober verändert haben. Durchgesetzt hat sich die Gemeinde Gaißach mit ihrer Forderung, was die Anbindung der Dorfstraße an die künftige Umgehungsstraße angeht. Wie berichtet, war um diesen Punkt im Herbst ein Konflikt entbrannt. Die Gaißacher sprachen sich vehement dafür aus, dass es für Autofahrer, die von der Ortsverbindungsstraße nach rechts auf die B 472 abbiegen (das Linksabbiegen wird verboten sein), eine Einfädelspur gibt. „Wir hatten eine andere Lösung favorisiert“, sagt Volkmer. Die Behörde argumentierte, die gewünschte Einfädelspur werde zu kurz – wegen des nahen Kreisverkehrs am Maxlweiher fehle der Platz.

 

Die Wende brachte offenbar ein Treffen zwischen der Gemeinde und dem Staatlichen Bauamt, das der Heilbrunner Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber (CSU) vermittelt habe, wie sein Parteikollege, der Gaißacher Bürgermeister Stefan Fadinger, berichtet. „Ich bin froh, dass wir uns einigen konnten, denn es soll ja die Lösung gefunden werden, die für alle am besten ist“, so Fadinger.

Diese Einigung sieht nun einen „Verflechtungsstreifen“ vor. Das bedeutet, dass es an der Stelle zwei Spuren nebeneinander gibt: Fahrer, die von Gaißach kommend nach rechts auf die Umgehung abbiegen, müssen hier auf die linke Spur wechseln, wenn sie auf der B 472 weiter in Richtung Greiling fahren wollen. Diejenigen, die von Bad Tölz kommend die B 472 in Richtung des Kreisels verlassen wollen, der zur Sachsenkamer Straße führt, müssen nach rechts wechseln.

„Auch das ist eine Lösung. Was man bevorzugt, ist Ansichtssache“, kommentiert Volkmer – nicht ganz ohne Vorbehalt. „Die Autofahrer müssen sich an dieser Stelle stärker konzentrieren“, sagt sie. „Wenn wir feststellen, dass es eine Unfallauffälligkeit gibt, können wir die zusätzliche Spur rückbauen.“

Ein weiterer Punkt der Umplanung: Die Allgaustraße soll auf Wunsch der Stadt nicht wie vorgesehen zum „Feld- und Waldweg“ herabgestuft werden. Im Gegenteil soll sie nun zur sechs Meter breiten Gemeindeverbindungsstraße ausgebaut werden. „Dazu brauchen wir dann auch mehr Grunderwerb“, so Volkmer. Nicht zuletzt ändert das Bauamt seine Planungen für die Verlegung von Erdgasleitungen.

Wie geht es jetzt weiter? Laut Volkmer wird es noch etwa bis Mitte des Jahres dauern, bis das Staatliche Bauamt die veränderte Planung bei der Genehmigungsbehörde, der Regierung von Oberbayern, einreichen kann. Denn zuvor müssen auch die beauftragten Büros die Planungen für Landschaftspflege und Naturschutz sowie für den Schallschutz anpassen. Die Regierung von Oberbayern habe dann die Möglichkeit, die neuen Pläne entweder auszulegen oder sogar einen weiteren Erörterungstermin anzusetzen. In jedem Fall werden noch einmal Stellungnahmen von beiden Seiten ausgetauscht.

Liegt die Baugenehmigung am Ende vor, wird nach Volkmers Einschätzung ein Jahr vergehen, bis die noch detailliertere Ausführungsplanung fertig ist und die Bagger tatsächlich anrücken können. Klagen gegen die Baugenehmigung könnten diesen Tag freilich auf unbestimmte Zeit verzögern.

Eine Vorstellung, wie die Tölzer Nordspange einmal aussehen soll, vermittelt eine Videoanimation des Staatlichen Bauamts.

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Waakirchen bewegt sich – was macht Holzkirchen ?

Pro Tunnel: Waakirchner unterschreiben

Tunnel statt Umgehungsstraße – so lautete der Wunsch von Bürgerbewegung und Waakirchner Gemeinderat. Um den politischen Druck zu erhöhen, holt man die Bürger mit ins Boot. Eine Unterschriftenaktion mit bislang überraschendem Ergebnis.

Pro Tunnel per Unterschriftenaktion: „Bürgerbewegung Entlastung der B472“ sammelt über 1.000 Unterschriften in Waakirchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie berichtet, stellte die Bürgerbewegung Entlastung B472 unter dem Vorsitz von Lars Hülsmann im Waakirchner Gemeinderat einen Antrag auf Prüfung eines Ost-West-Tunnels. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat am 10. Januar für diesen Antrag aus – trotz der zu erwartenden Kosten für einen Tunnel in Höhe von 70 Millionen Euro.

Um den politischen Druck zu verstärken hatte Gemeinderätin Gisela Hölscher in derselben Sitzung eine Unterschriftenaktion angekündigt. Bereits eine Woche später sei „die Nachfrage enorm gewesen“, berichtet sie. Sie selbst hatte die vom Bund präferierte Südumgehung in der letzten Gemeinderatssitzung als „Murks“ bezeichnet.

Über 1.000 Unterschriften gegen „Murks-Umgehung“

Seit vergangenen Samstag liegen nun in den Waakirchner Geschäften, Restaurants sowie im Rathaus insgesamt 2.500 Flugzettel aus, die von der Bürgerbewegung zusammen mit Gisela Hölscher verteilt wurden. Wie Lars Hülsmann berichtet, habe man seit Samstag 1.000 Unterschriften gesammelt. Dies sei eine hervorragende Resonanz, schwärmt er. Die nächste Tage wolle man noch in Teilen von Schaftlach aktiv werden.

Die Rückmeldungen würden beweisen, dass der Bau einer unterirdischen Lösung als Alternative zur ungeliebten Umfahrung auch von vielen Bürgern in Waakirchen bevorzugt werde. Wie berichtet, sieht die Bürgerbewegung in einem Tunnel die einzige Möglichkeit einer Verkehrsentlastung, ohne die Natur zu schädigen. Weitere Aktionen sollen folgen.

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