Gespaltene Reaktion auf Verkehrskonzept

„Holzkirchen schlaf weiter“

 

Der zuweilen starke Verkehr mitten durch Holzkirchen ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Wird es jemals eine einvernehmliche Lösung geben?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Allianz für Holzkirchen“: Das klingt nach Aufbruch, nach neuen Ideen. Dachten sich wohl auch die zahlreichen Bürgerinitiativen und Vereine, die sich jetzt zu unter diesem Banner versammelt haben. Darunter sind „Hartpenning muckt auf“, die „Bürgervereinigung gegen die geplante Umgehungsstraße in Holzkirchen“, „Liebes- und Lebenswertes Holzkirchen, „Stop Südumgehung“ sowie die IG Lochham und der Bund Naturschutz.

Ein „Allianz für Holzkirchen“

Sie begrüßen ausdrücklich die vorgestellten Konzepte der Gemeinde und loben die gute Zusammenarbeit. Besondere Zustimmung findet die Tatsache, dass viele Maßnahmen ohne den Bau von neuen Straßen bewerkstelligt werden können. Hier sehen sie sich in ihrem Widerstand, vor allem gegen die geplante Südumgehung, bestätigt.

„Ein Verzicht auf neue Straßen ist ganz im Sinne des Bund Naturschutzes“, sagt beispielsweise der BN-Ortsvorsitzende Fred Langer. Und auch der Vorstand von „Hartpenning muckt auf“ ist zufrieden: „Gerade das Beispiel Großhartpenning zeigt, dass erforderliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung unabhängig vom Bau einer Umgehungsstraße kurzfristig umgesetzt werden können.“

Unter dem neuen Banner haben sich alle Initiativen nun auch für die Zukunft dem Erhalt von Natur und Heimat verschrieben. Ganz im Sinne des Gemeindemottos „Jetzt seid ihr dran“ wollen sie sich außerdem aktiv an der Umsetzung der Konzepte beteiligen und fordern alle Bürger auf es ihnen gleichzutun. „Jeder kann selbst etwas dazu beitragen, dass unser Ort sowohl liebens- als auch lebenswert bleibt“, so Iris Fischer von der gleichnamigen Initiative.

Desillusioniert und enttäuscht

Desillusioniert von den Planungen der Gemeinde sind hingegen in erster Linie die Anwohner der Tölzer Straße sowie die Anhänger der Südumfahrung. Sie kritisieren vor allem die Statistik, dass nur 20 Prozent des Gesamtaufkommens Durchgangsverkehr sei und somit das Problem hausgemacht.

Hier würde ausgeblendet, dass in der Tölzer Straße der Durchgangsverkehr schon 55 Prozent betrage und damit ein ernsthaftes Problem darstellt. Entsprechend enttäuscht zeigen sie sich von der Veranstaltung: „Wenn das so weitergeht, braucht Holzkirchen weitere 1111 Jahre um die Probleme überhaupt anzugehen“, kommentiert Stefan Scheel, Mitglied bei „Süd-Umfahrung Jetzt“.

Scheel kritisiert dabei auch, dass sich Gemeinde, Polizei und Landratsamt offenbar nicht für die Probleme der Anwohner interessieren. „Gute Nacht Holzkirchen, schlaf weiter. Ändern tut sich nichts“, so Scheel abschließend.

Den Befürwortern geht die Luft aus…. Pressebericht Holzkirchnerstimme vom 31.03.2017
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